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Einfahren (bis wie viel km und wie)
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Seite 19 von 21

Autor:  S2-Man [ Mo 15. Jan 2018, 20:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

_Focus_RS_ hat geschrieben:
1600km .. Dies steht in der allgemeinen Anleitung zu verscheidenen Modellen und bezieht sich nur auf Diesel Motoren.


Dieser Wert steht auch im Anhang zur Betriebsanleitung speziell für den RS Logo und so habe ich das auch gehandhabt. ;)

Autor:  _Focus_RS_ [ Di 16. Jan 2018, 20:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

S2-Man hat geschrieben:
_Focus_RS_ hat geschrieben:
1600km .. Dies steht in der allgemeinen Anleitung zu verscheidenen Modellen und bezieht sich nur auf Diesel Motoren.


Dieser Wert steht auch im Anhang zur Betriebsanleitung speziell für den RS Logo und so habe ich das auch gehandhabt. ;)

Ich will dich nicht kritisieren oder so, fahre den ja selbst vorsichtig ein, nur versuchen herauszufinden ob es seitens Ford wirklich klare Vorgaben gibt.


Was ich gefunden habe ist nur folgendes:
Zitat:
Quelle:

Berechnung des Kraftstoffverbrauchs
Der Kraftstoffverbrauch sollte nicht während der ersten 1.600 km gemessen werden (dies ist die Einfahrzeit des Motors); eine exaktere Messung wird nach 3.200–4.800 km erhalten.


Da steht zwar "Einfahrzeit des Motors" jedoch fand ich bis jetzt nirgends einen Punkt wo wirklich erwähnt wird was denn eine EInfahrtzeit ist und wie man in dieser Zeit zu fahren hat.
Meines Erachtens bezieht sich dies hier einzig auf den Benzinverbraucht.
Meinst du auch diesen Punkt oder hast du noch genauere Informationen?

Autor:  Ravepoint [ So 11. Mär 2018, 13:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Mal wieder was zum Thema einfahren...

https://m.youtube.com/watch?v=sEGHPrz051o

Autor:  NitrousNorbert [ So 11. Mär 2018, 13:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Wo in dem 20 Minuten Beitrag geht es ums einfahren?
Soll ich mir das jetzt ganz ansehen?

Autor:  Horni RS [ So 11. Mär 2018, 13:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Ich bin den 800 km bei der Überführung eingefahren und danach bis 1500km sachte hoch gedreht.
Dann kam bei 8000km der neue Zylinderkopf rein.
Jetzt habe ich 300 Km langsam gemacht und sowie er warm ist gebe ich Gas. Ich habe das Auto um damit schnell unterwegs zu sein
und nicht um den RS Logo mehrmals einzufahren.

Autor:  Chris89 [ So 11. Mär 2018, 19:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Es ist echt fahrlässig und leichtsinnig wie manche hier mit ihrem RS Logo umgehen.
Da tut mir das Fahrzeug als Kfz mechatroniker schon leid.
Ist ja jedem selber überlassen, wie er mit seinem Auto umgeht aber da der Motor des MK3 eh schon anfällig für Motorschäden ist, sollte man sich die 1500km in Acht nehmen und Piano machen.

Ps: der Ölwechsel nach ca 1500km ist sehr wichtig und das nicht nur bei hochgezüchteten Turbo Motoren wie beim RS.
Jede gute Werkstatt empfehlt auch bei normalen 1,6L saugmotoren einen Ölwechsel nach 1500-2000km und bietet diesen sogar kostenlos an!

Autor:  Skalar [ So 11. Mär 2018, 20:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Präzisierung der vagen Ford Angaben findet Ihr hier (ab min 4):
https://www.youtube.com/watch?v=5eiKPo1XX6M

Autor:  Ravepoint [ So 11. Mär 2018, 20:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

NitrousNorbert hat geschrieben:
Wo in dem 20 Minuten Beitrag geht es ums einfahren?
Soll ich mir das jetzt ganz ansehen?


Ab der zwölften Minute geht's los.
Jeder!! Bugatti wird vor der Auslieferung an den Kunden einer Testfahrt unterzogen. Inklusive voll beschleunigen auf dem Flugfeld und Launch Control Start ;) .

Trotzdem hab ich aufs Einfahren geachtet :) .

Autor:  STonline [ So 11. Mär 2018, 20:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Ganz interessant.


Als Zusammenfassung: Ein Motor wird dann optimal eingefahren, wenn dies nahe an seinem Leistungs-Maximum geschieht. Es ist also absolut richtig, ein neues Fahrzeug vom Händler weg erst warmzufahren, und sobald die Betriebstemperatur erreicht ist richtig Leistung abzuverlangen. Dadurch bekommen alle Gleitlagerungen im Motor das optimale Einlaufverhalten. Das Ergebnis: Reibwiderstand, Langzeitverschleiß, Öl- und Kraftstoffverbrauch sind ist erheblich geringer, Lebensdauer und Leistung dementsprechend höher. Bei den Verbrauchs- und Leistungswerten sind Unterschiede bis zu 15% allein durch das Einfahren möglich.



Die bisher propagierte Methode, einen neuen Motor erst langsam und schonend einzufahren und über mehrere hundert bis tausend km die abgerufene Leistung zu steigern, ist falsch und für den Motor schädlich. Die landläufige Meinung, im Motor müßten sich alle beweglichen Teile erst aufeinander einschleifen, ist nicht zutreffend. Wäre das Einschleifen nicht bereits in der Produktion abgeschlossen, würde ein konstruktiver Fehler vorliegen.



Ein Wiedergutmachen nach einem falschen Einfahren ist nicht möglich, ein falsch eingefahrener Motor ist und bleibt verdorben. Wobei sich das im normalen Autoleben meist nur durch schlechtere Leistungsentfaltung bei höherem Verbrauch bemerkbar macht.



Für alle, die technisch versiert und an den Hintergründen interessiert sind, hier das Warum:



Fast alle beweglichen Teile im Motor befinden sich im Betrieb in Gleitreibung zu den angrenzenden Bauteilen (Kolben - Zylinder; Pleuel - Kurbelwelle; Kurbelwelle - Lager etc.). Wie allgemein bekannt ist, kostet Reibung Energie, und Reibung erzeugt Wärme. Dabei beeinflußt die Reibung (und die Wärme) die Materialbeschaffenheit in der Oberflächenschicht. Und eine beeinflußte = veränderte Oberflächenschicht beeinflußt wiederum die Reibung. Beim Einfahren eines Gleitlagersystems geht es nun darum, die Oberflächenschicht zu optimieren und so die Reibung, und damit die Verlustleistung, zu reduzieren.



Diese Veränderung der Oberflächenschicht spielt sich im Bereich weniger Mikrometer bis Nanometer ab. Dabei handelt es sich nicht um einen Belag, der auf die Lagerstelle aufgetragen wird, sondern eine Veränderung im Lagermaterial selbst.



Was dabei in der Oberfläche vorgeht, bzw. was dabei entsteht, hat bislang verschiedene Bezeichnungen erhalten, die sich aber stets auf denselben Vorgang beziehen: "Tribo-Mutation", "Tribo-Reaktionsschicht" oder "Dritter Körper". Dabei wird das Materialgefüge verändert, und Material vom Gleitlager-Gegenpartner sowie Additive aus dem Öl eingebettet. Dieses Gefüge ist ein zäher, weicher Festkörper von < 1 µm Dicke.



Diese Tribomutation geschieht schnell und gründlich, wenn die bestimmenden Faktoren Last und Gleitgeschwindigkeit nahe am konstruktiv festgelegten Vollastpunkt sind. Dadurch wird die Oberflächenschicht sehr kompakt und verschleißresistent. Je nach verwendeten Materialien und Belastung ist die Entstehung der Oberflächenschicht, und damit der Einfahrvorgang, bereits in wenigen Minuten bis spätestens wenigen Stunden abgeschlossen. Bei geringer Last und Gleitgeschwindigkeit wird die Oberflächenschicht zwar größer, aber weit weniger verschleißresistent. Durch den höheren Verschleiß ist die erreichbare Lebensdauer geringer. Zudem besteht die Gefahr, daß im Vollastpunkt die Oberflächenschicht versagt, und das Gleitlagersystem versagt (frißt).



Es ist grundsätzlich möglich, durch zu hohe Last ein Gleitlagersystem zu überfordern und zu zerstören. Bei serienmäßigen Automotoren ist das jedoch nicht möglich: Die Leistungsgrenzen eines Motors sind durch konstruktive Kriterien wie Verdichtung und Kraftstoffzumessung begrenzt. So lange kein Chiptuning oder andere Leistungssteigerung vorgenommen wird, kann mit einem fabrikneuen Fahrzeug also sofort unbekümmert gefahren werden - auf Wunsch mit Anhänger und Urlaubsgepäck.



Näheres zur Tribologieforschung kann ggf. bei einschlägigen Instituten (wie z.B. IAVF AG in Karlsruhe, www.iavf.de, oder IMK Uni Kassel, www.uni-kassel.de/fb15/tribo/) oder Unternehmen (wie z.B. Wieland-Werke AG in Ulm, www.wieland.de) erfragt werden.

Autor:  _Focus_RS_ [ So 11. Mär 2018, 20:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Einfahren (bis wie viel km und wie)

Chris89 hat geschrieben:
Es ist echt fahrlässig und leichtsinnig wie manche hier mit ihrem RS Logo umgehen.
Da tut mir das Fahrzeug als Kfz mechatroniker schon leid.
Ist ja jedem selber überlassen, wie er mit seinem Auto umgeht aber da der Motor des MK3 eh schon anfällig für Motorschäden ist, sollte man sich die 1500km in Acht nehmen und Piano machen.

Ps: der Ölwechsel nach ca 1500km ist sehr wichtig und das nicht nur bei hochgezüchteten Turbo Motoren wie beim RS.
Jede gute Werkstatt empfehlt auch bei normalen 1,6L saugmotoren einen Ölwechsel nach 1500-2000km und bietet diesen sogar kostenlos an!

Jede gute Werkstatt, so kannte ich dies bis anhin auch.

Aber praktisch jeder FFH sagt dir du sollst das Öl bis zum ersten Intervall drinn lassen, einige auch noch dass beim ersten mal noch irgendwelche Aditive beigemischt wären und es sogar wichtig ist dies so zu belassen.

Was stimmt weiss wohl nur Ford, jedoch steht da auch von offizieller Seite her 1 Jahr oder 20 000km. Die hätten, gerade bei der Motorenproblematik, sicher darauf reagiert wenn dem heutzutage noch immer so wäre.

Meine Meinung wäre auch nach den ersten wenigen 1000km zu wechseln.

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